Rechte oder linke Federn?

Bei der Befiederung mit Naturfedern muss man zwischen zwei Federntypen unterscheiden: Federn vom rechten Flügel und Federn vom linken Flügel des Vogels, vornehmlich eines Truthahns.

Was ist der Unterschied? Die Federn sitzen zunächst einmal unterschiedlich auf dem Kiel. Die linken Federn formen mit diesem ein korrektes „L", die rechten ein spiegelbildliches „L".

Heute werden im deutschsprachigen Raum vornehmlich rechte Federn angeboten. Warum ist das aber so? Die großen Hersteller bieten beide Varianten an und sind natürlich daran interessiert, dass alles 50 : 50 aufgeht. In den verschiedenen Ländern hat sich deshalb ein Standardangebot etabliert. Vor allem auch deshalb, weil die Lagerhaltung dadurch einfacher wird.

Wichtig ist darauf zu achten, dass man beim Versatz einer rechten Fe­der auch einen Rechts­drall befiedert. Unter Versatz versteht man, dass die Feder von hinten betrachtet schräg am Schaft sitzt. Bei rechten Federn von links nach rechts, bei linken von rechts nach links. Diese Notwendigkeit ergibt sich aus dem Sitz der Federn auf dem Kiel.

Macht es nun einen Unterschied, ob man rechte oder linke Federn benutzt? Nein, es ist egal, welche man schießt. Die Pfeile drehen sich ohnehin erst, wenn sie die Sehne verlassen haben.

Linke und rechte Federn am Schaft Linke Federn drehen nach links, rechte nach rechts.
Oben: Versatz von links nach rechts bei rechten Federn
Unten: Versatz von rechts nach links bei linken Federn

2 ... 131